Wednesday, December 19, 2018 15:32 (CET +01:00)

Texas Hold'em Strategie

Doyle Brunson nannte No Limit Texas Hold'em "The Cadillac of Poker" in der Pokerbibel "Super System" - kein Wunder also, dass diese Pokervariante innerhalb der letzten 20 Jahre immer mehr Spieler anzog und mittlerweile zur meistgespielten Pokervariante geworden ist. Die meisten Anfänger beginnen ihre Pokerkarriere mit diesem Spiel. Doch Texas Hold'em ist kompliziert und es gibt viele Sachen, die man lernen muss, bevor man erfolgreich am Tisch spielen kann - mit unseren Strategieartikeln greifen wir euch unter die Arme und zeigen euch, wie man in Online- und Live-Games Erfolge verbuchen kann.

Texas Hold’em SnG’s – Grundlegende Heads-Up Strategie

Wer sich etwas näher mit Online Poker auseinandersetzt, wird früher oder später auf das Angebot von Sit ’n‘ Go Spielen stoßen. Dabei handelt es sich um Poker Turniere, die, im Gegensatz zu MTTs, keinen festen Termin haben. Ein Sit ‘n‘ Go Turnier startet immer dann, wenn sich die vorgeschriebene Anzahl an Spielern für das Turnier registriert hat. Das können 8, 9, 10, 16 oder auch mal 45 Spieler sein, je nachdem, für welches Turnierformat Sie sich entscheiden. Dank der überschaubaren Spielerzahl gibt es einige Tricks und Kniffe, die Ihnen dabei helfen können, erfolgreich an Sit ’n‘ Go online Turnieren teilzunehmen. Bevor Sie sich also an einen der virtuellen Poker Tische wagen, sollten Sie sich diesen kurzen Guide aufmerksam durchlesen und dabei schnell und kompakt alles lernen, was Sie über Sit ’n‘ Gos wissen müssen.

Heads Up Cash Game Strategie

Ein guter No Limit Hold'em Spieler kann viel Geld gewinnen, wenn er seinen Gegnern überlegen ist. Am stärksten kommt diese Überlegenheit im Heads-Up zur Geltung. Hier hat er nur einen Gegner und kann im besten Fall gegen einen unterlegenen Spieler spielen. Er muss den Gegner nicht mit anderen guten Spielern teilen. Doch wie spielt man Heads-Up beim No Limit Hold’em Cash Game? Poker.de erklärt, wie man ein erfolgreicher Heads-Up Cash Game Spieler wird. Aggression ist immer eine Schlüsselkomponente im Pokerspiel, vor allem beim Texas Hold’em, und noch wichtiger im Heads-Up. Geduldige oder zurückhaltende Spieler, die erfolgreich sind, werden normalerweise als Tight-Aggressive bezeichnet. In Heads-Up (HU) Cash Games, müssen sich aber sogar erfolgreiche Tight-Aggressive Spieler anpassen und einen Loose-Aggressive Stil spielen. Einfach gesagt, können Sie beim Heads Up alle Hände spielen. Viele Spieler, die von den Ring Games kommen, haben Probleme mit diesem Konzept. Nur warum? Von einem grundlegenden Heads-Up-Strategie Standpunkt aus gesehen, wird ein aggressiver Spieler mehr Hände gewinnen, als ein Spieler der nur gute Starthände hat. Ein anschauliches Zahlenbeispiel: Ein Spieler kauft sich an einem Full Ring-Tisch und in ein Heads-Up Game mit jeweils 100 Big Blinds ein. Beim Full Ring Cash Game ist es normal, oft mehrere Hände nacheinander zu folden, man zahlt in zehn Händen nur 1,5 Big Blinds. Bei der gleichen Anzahl an Händen im Heads-Up Game muss man jedoch bereits 7,5 Big Blinds zahlen. Während man im Full Ring Game also länger auf gute Starthände warten kann, muss man im Heads-Up in der Lage sein, auch Geld ohne eine Hand zu generieren – Aggression schlägt Made Hands. Das einzige Problem ist, dass die Gegner dieses Konzept auch verstehen. Ansonsten könnte man einfach jedes Mal erhöhen und passen, wenn der Gegner mit einer Hand aufwacht und zurückspielt. Letztendlich würde man ihn ausblinden. Gegen schwache Spieler sollte dies die Grundstrategie in Ihrem Spiel darstellen. Da bessere Spieler aber auch mit schwächeren Händen zurückspielen werden, wird Aggression noch wichtiger. Man muss raisen, reraisen und in manchen Spots check-raisen, sowie Druck aufbauen mit dem Wissen, dass der Gegner oft ebenfalls keine Made Hand haben wird. Dies macht es zu einem spaßigen Katz-und-Maus Spiel und ist der Grund warum viele Spieler Heads-Up Texas Hold’em für Poker in seiner reinsten Form halten. Wer gibt zuerst nach? Man sollte es nicht zu oft selbst sein.

Fehler beim Limit-Aufstieg

Zum Beginn einer Online Pokerkarriere startet jeder Spieler gewöhnlich auf den kleinsten angebotenen Limits. Hier lernt er die Grundlagen des Spiels und macht sich mit Online Poker vertraut. Irgendwann ist es dann Zeit für einen Limit Aufstieg. Nur dort findet man ab einem gewissen Zeitpunkt neue Herausforderungen und kann weiterhin profitabel als Winning Player Fortschritte machen. Doch wann sollte man auf das nächste Limit aufsteigen? Welche Bankroll braucht man dafür? Ein Limit Aufstieg muss gründlich überlegt sein. Es reicht meistens nicht, nur die dafür nötige Bankroll zu haben. Leicht passieren einige Fehler beim Aufstieg auf das nächste Level. Poker.de stellt ein paar der schwerwiegendsten Fehler beim Limit Aufstieg vor. Das Niveau auf den Micro Limits zwischen NL2 und NL25 ist nicht sonderlich hoch. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Limits sind hier nur marginaler Natur. So reicht auf niedrigeren Levels hauptsächlich eine vernünftige Bankroll. Doch wie viele Buy-Ins sind notwendig, um ein neues Limit zu spielen? Dies hängt zum größten Teil von der sogenannten Comfort Zone ab. Damit wird das Level bezeichnet, auf dem man sich wohl fühlt. Wer mit 20-25 Buy-ins spielen kann, ohne zu viel Sorgen zu haben seine Roll zu verlieren, sollte dies auch tun. Ist dies jedoch nicht der Fall, sollte er den Aufstieg nicht zu früh wagen, da er gerade bei den ersten Schritten auf dem neuen Limit sein absolutes A-Game spielen muss. Wer sich aber außerhalb seiner Comfort Zone befindet, kann unmöglich sein bestes Poker spielen. Die Entscheidungen richten sich dann nicht nach der jeweiligen Hand, sondern nach dem monetären Wert, was beim Poker immer fatal ist. Im Laufe der Zeit gilt es zu lernen, dass man am Tisch nicht um Geld, sondern um Big Blinds spielt. Ob der Big Blind nun 2, 25 Cent oder gar 50 Dollar beträgt, sollte bei den Entscheidungen irgendwann keine Rolle mehr spielen. Der Spieler sollte also erst mit einer Bankroll aufsteigen, mit der er sich auf dem höheren Limit auch wohlfühlt. Ein Vorteil einer größeren Bankroll mit beispielsweise 40 Stacks ist, dass man auch bei einem eintretenden Downswing nicht direkt gezwungen ist auf das vorherige Limit zurückzukehren, sondern eine bessere Chance hat, sich langfristig zu etablieren.

Diszipliniertes Einhalten des “Spielplanes”

Wer keinen Plan hat, geht planlos durchs Leben. Egal ob im Privatleben, im Beruf oder als Profisportler: Wer sich vorher eine Taktik oder zumindest eine ungefähre Marschroute überlegt, hat bessere Chancen, am Ende auch das Beste aus sich herauszuholen. Das gleiche gilt auch für die Pokerkarriere. Hier benötigt man einen Gameplan. Poker.de stellt das Konzept des Spielplanes vor, erklärt, wann man Gameplans braucht und wie man einen erstellt. Ein Gameplan ist eine Entscheidungshilfe für das Spiel in einer bestimmten Situation gegen unterschiedliche Gegner. Dabei plant man seine Entscheidungen stets für die gesamte Range und nicht für eine isoliert betrachtete Hand. Besonders als unerfahrener Spieler sollte man schon vor der Partie ungefähr wissen, welche Hände man spielen will und sich nicht einfach an den Tisch setzen. Es sollte Ihr Ziel sein, für möglichst viele Standardsituationen einen passenden Spielplan zu haben. Der Spieler hat dann sehr präzise Preflop Ranges und weiß, wie er seine Ranges postflop weiterspielen kann. So kommt er zu einem komfortablen und vor allem profitablen Spiel.

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