Wednesday, December 19, 2018 15:30 (CET +01:00)

Omaha/8 Limit

Pot Limit Omaha ist nach Texas Hold'em die beliebteste Variante des Pokerspiels. Obwohl man bei dieser Spielvariante einige Ähnlichkeiten zum Texas Hold'em ausmachen kann, gibt es zahlreiche Unterschiede. Da viele Spieler Omaha zum Ausprobieren Zocken, aber nicht wirklich mit erfolgreichen Strategien des Spiels vertraut sind können Sie sich durch das Meistern des Spiels einen klaren Vorteil verschaffen, der Ihnen zu regelmäßigen Einnahmen verhelfen kann.

Omaha/8 Grundregeln

Eine besonders beliebte Omaha Variante ist Omaha Hi/Lo, auch „Omaha High Low“, „Omaha H/L“, „Omaha/8“ oder „Omaha 8-or-better“ genannt. Beim Omaha Hi/Lo erhält jeder Spieler vier Karten, die nur ihm gehören. Zusätzlich werden insgesamt fünf Karten offen in die Mitte des Tisches gelegt. Alle Spieler müssen ihr jeweiliges Fünf-Karten-Blatt aus zwei ihrer Startkarten und drei der auf dem Tisch liegenden Karten bilden. Der Pot wird zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Blatt geteilt, daher der Name Omaha Hi/Lo. Man kann seine "High"-Hand und seine "Low"-Hand aus unterschiedlichen Startkarten zusammenstellen. Für die Low-Hand orientiert man sich an der "8-or-better"-Regel. Somit darf man maximal eine 8 als höchste Karte haben. Niedrige Blätter werden bei Omaha Hi/Lo nach denselben Kriterien festgelegt wie bei Seven Card Stud Hi/Lo. Qualifiziert sich keine Low-Hand, gewinnt die High-Hand den gesamten Pot. Berücksichtigen muss man auch folgendes: Eine Straße oder ein Flush werden für die Low Hand nicht gewertet. So ist also ein gültiges niedriges Blatt, das gleichzeitig eine Straße oder einen Flush bildet, ein sehr starkes Blatt, das sowohl die obere als auch die niedrige Hälfte des Pots gewinnen kann. Derartige Blätter nennt man "Scoop". Am Ende gewinnt der Spieler mit dem besten Fünf-Karten-Blatt für High eine Hälfte des Pots, der Spieler mit dem besten Fünf-Karten-Blatt für Low die andere Hälfte. Haben mehrere Spieler ein gleichwertiges Kartenblatt, werden der High- und Low-Anteil des Pots gleichmäßig unter den Spielern mit den jeweils besten Blättern aufgeteilt. Falls sich kein Blatt für Low qualifiziert, geht der ganze Pot an das beste Blatt oder die besten Blätter für High. Beim Omaha Limit wird in vorab bestimmten, strukturierten Beträgen gesetzt. In den Pre-Flop- und Flop-Runden richten sich alle Einsätze und Erhöhungen nach der Größe des Big Blind. Nach dem Turn oder dem River verdoppeln sich alle Einsätze und Erhöhungen. Beim Limit Omaha Hi/Lo kann ein Spieler in einer Einsatzrunde bis zu vier Mal setzen: Setzen (1), Erhöhen (2), erneut Erhöhen, genannt "Re-Raise" (3) und das abschließende Erhöhen oder "Cap" (4).

Strategie

Omaha/8 Limit ist vermutlich online weniger beliebt, obwohl es in vielen amerikanischen Casinos geläufig ist. Falls man seine Fähigkeiten in diesem Spiel entwickeln kann, wird man aber viele gute Spiele finden, in denen man gutes Geld verdienen kann. Zusätzlich ist es eine Komponente im immer beliebter werdenden H.O.R.S.E. und es gibt einige WSOP Events, in denen ein fähiger Omaha/8-Spieler Bracelets gewinnen kann. Hier ist eine Reihe von Ansätzen, mit denen man zum erfolgreichen Omaha/8 Limit Spieler werden kann.

Tight is Right

Der Satz „Tight is Right“ klingt nicht nach viel Spaß. Aber eine der Schlüsselqualifikationen für ein gutes Omaha/8 Verständnis ist die Range an Händen, die man spielt, unter Kontrolle zu haben. Postflop wird man oftmals von den Pot-Odds zum Callen geradezu gezwungen, so dass man mit einer starken Starting Hand Range viele Pötte gegen loose Gegner gewinnen kann. Die Hände, die man spielen sollte, sollten gutes Abräumpotential haben, da viele Bets, die einem nur die Hälfte des Pots bringen, keine wirkliche Gewinnstrategie darstellen. A-2-X-X ist immer spielbar und A-3-X-X in den meisten Fällen (wobei man sich vor heißer Action in acht nehmen sollte, da vermutlich ein bis zwei A-2-X-X Hände im Umlauf sind, welche die eigene Hand zerstören können). Hat man eine andere Low Hand wie karte karte karte karte, hat diese auch Potential, wobei man sie eher aus später Position spielen sollte. Hände wie A-4-X-X und 2-3-X-X sind Problemhände, die man eher passen sollte (vor allem in der Lernphase des Spiels). Es ist verführerisch, solche Hände zu spielen, doch wird man damit oftmals die zweitbeste Low Hand bilden, aber dennoch durch Pot Odds in den Pot gezogen. Zu oft wird man herausfinden, dass der Gegner einen schlägt und deswegen sollte man sich lieber zu früh als zu spät von ihnen trennen.

High Hands

Isolierte High Hands besitzen nur beschränkten Wert in Omaha Hi/Lo. Man sollte diese Hände nur in koordinierter Form in Multiway Pots spielen. Ein Beispiel dafür wäre ein Pot mit drei Limpern und man selbst am Button mit karte karte karte karte. Diese Hand wäre nun spielbar, jedoch braucht man einen guten Flop, um fortfahren zu können. A-A-X-X ist eine gute Hand, jedoch spielt sie sich Heads-Up und wenn eine der X eine Wheel Karte ist, um einiges besser. Man sollte mit solchen Händen Openraiser 3-betten und sie isolieren. Verläuft die Action jedoch Raise, Call, Call, sollte man von einer 3-Bet Abstand nehmen, da man den Gegner nur selten isolieren wird und gleichzeitig den Pot zu sehr aufbläht. In guten Multiway Spots sollte man jedoch Post-Flop schnell passen, wenn der Flop uns keine guten Low-Möglichkeiten bietet (z.B. A-A-4-K auf 4-7-2).

Das Maximum herausholen

Während man mit Händen wie A-A-7-X durch 3-Bets Gegner isolieren möchte, sollte man mit einer Hand wie karte karte karte karte niemanden isolieren. Diese Art von Händen besitzt nämlich sehr starkes Drawpotential und deswegen möchte man möglichst viele Gegner im Pot haben, damit man ausgezahlt wird, falls man ein Monster auf dem Flop trifft. Mit dieser Art Drawing-Hand sollte man Raises nur callen, um andere in den Pot einzuladen. Falls hinter einem ge-3-bettet wird und ein Call folgt, kann man 4-betten und mehr Geld in den Pot packen, da man sehr oft gecallt wird und dann einen großen Pot mit einer potentiell sehr starken Hand spielen kann. In früher Position sollte man meistens nur limpen, um Action von schwächeren Händen zu induzieren. In später Position sollte man aggressiv erhöhen, um Limper mit ihren schwächeren Händen zahlen zu lassen und somit selbst einen großen Pot mit einer stärkeren Hand zu spielen.

Postflop Play

Postflop muss man sich auf schwierige Entscheidungen gefasst machen und sich bei unpassenden Flops von vielen Händen trennen. Falls man einen guten Flop erwischt, beispielsweise karte karte X X auf einem karte karte karte Board, hat man ein sehr starkes Draw und sollte versuchen, das Maximum an Geld in den Pot zu bringen. Jedoch sollte man etwaige „Kunden“ nicht durch zu viele Raises verscheuchen. Man sollte versuchen, so viele Gegner wie möglich in der Hand zu halten, während man durchgehend setzt. Wenn es einen Einsatz und einen Call zuvor gibt, kann man an dieser Stelle natürlich erhöhen. Wenn es nur eine einzelne Bet ist und Spieler hinter einem sitzen, sollte man eher nur mitgehen und andere Spieler mit ihren schlechteren Draws in den Pot locken. Wenn es dann zum Raise kommt und der anfängliche Setzer mitgeht, kann man nun reraisen und mehr Geld in den Pot bringen. Pot Odds werden oft die richtige Entscheidung verschleiern. Wenn man ein Draw hat, sollte man den Preis ausrechnen, den der Pot bietet und ihn mit der Wahrscheinlichkeit vergleichen, die eigene Hand zu komplettieren . Es gibt keinen Ersatz für Erfahrung, also sollte man diese Tipps wahrnehmen und im Spiel anwenden. Es erfordert Disziplin und Geduld, um ein guter Omaha/8-Spieler zu werden, aber sobald man beginnt, bestimmte Fähigkeiten zu meistern, wird man erkennen, dass es ein reiches und lohnendes Spiel ist, in dem man viel Profit machen kann.

PLO/8 Cash Game

Omaha Hi/Lo ist in der Variante “Pot Limit” am weitesten verbreitet. Der Mindesteinsatz bei Pot Limit Omaha Hi/Lo entspricht der Größe des Big Blind, jedoch kann ein Spieler immer bis zur Höhe des Pots setzen. Der Betrag muss mindestens so hoch sein wie der vorherige Einsatz oder die vorherige Erhöhung in derselben Einsatzrunde. Wenn der erste Spieler beispielsweise einen Einsatz von $ 5 bringt, dann muss der nachfolgende Spieler um mindestens $ 5 erhöhen (insgesamt also einen Einsatz von $ 10 bringen). Die maximale Erhöhung beträgt immer die Höhe des aktiven Pots plus aller Einsätze auf dem Tisch plus der Summe, die der handelnde Spieler vor seiner Erhöhung "callen" muss. Wenn im Pot $ 100 liegen und in der Setzrunde bisher noch nichts gesetzt wurde, kann ein Spieler maximal $100 setzen. Nach seinem Einsatz ist der nächste Spieler an der Reihe. Er kann entweder passen, die $ 100 callen oder um jeden Betrag zwischen der Mindesterhöhung ($ 100) oder dem Maximum erhöhen. Diese maximale Erhöhung beträgt hier $ 400: Eine Summe, die sich zusammensetzt aus den $ 100 für den Call (worauf der Pot auf $ 300 ansteigt) plus weiteren $ 300 als Erhöhung in Potgröße. Beim Pot Limit Omaha Hi/Lo gibt es keinen "Cap", also keine Maximalzahl von Erhöhungen.

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